Monopoly-Häuser im Matheunterricht

Und schon wieder hat sich aus einer unkonventionellen Bitte eine schöne Geschichte entwickelt und auch diese hat mit einer Schulklasse zu tun! Und wieder begann alles (wie das Spiele-Projekt des Max-Planck-Gymnasiums) mit einer Mail, die in Annes Postfach landete:

Sehr geehrte Damen und Herren,
ich bin Mathematiklehrer am Klettgau-Gymnasium Tiengen und unterrichte gerade die Unterrichtseinheit „Wahrscheinlichkeiten“ in Klasse 7.
Sehr gerne würde ich meine Schüler nicht Reißnägel, sondern Schweinchen werfen lassen.
Können Sie mir dafür einen Klassensatz Schweinchen (d.h. 34 Stück) zur Verfügung stellen? Das wäre klasse.
Herzlichen Dank im Voraus, auch im Namen meiner Schüler!
Tobias P.

Das Problem war und ist folgendes: wir haben die kleinen Schweinerei-Schweinchen nicht einzeln, sondern nur „fertig in der Box“, sei es als klassische Zweier-Variante oder als launig-bunte Party-Edition.
Also schrieb Anne ein trauriges Nein, sie könne nicht 34 Schweinchen zur Verfügung stellen. Sie schlug Bohnen vor, diese bunten Riesenbohnen, die könne man nachher auf der Fensterbank des Klassenzimmers zum Wachsen bringen.
Aber dann fiel ihr später noch etwas anderes ein, was im Büro in ausreichender Menge gelagert wird: Monopoly-Häuser!
Herr P. fand das auch gut und so verschickte Anne ein paar Beutel mit Häusern.

Die Antwort liess nicht lange auf sich warten:

Liebe Frau van Straelen,
es ist so weit: Wir haben die vergangene Woche Monoploy-Häuser geworfen (insgesamt 2000mal) und unsere Ergebnisse ausgewertet. Die Bilder sprechen für sich.
Zwei Dinge fanden meine Schüler besonders überraschend:

 
Ø  Die Lage „oben“ kam viel häufiger als die Lage „unten“.
 
Ø  Es gab eine ganz besondere Lage, mit der vorher niemand gerechnet hatte: „oben mit Superkamin“. Diese Lage war äußerst selten, sie kam bei 2000 Würfen gerade einmal 11mal vor! Als bei einer Gruppe diese Lage das erste Mal auftrat, waren die Schüler hellauf begeistert: „Herr P, schauen Sie mal, es gibt noch eine besondere Lage!“. In der Folge wurde das Ereignis „oben mit Superkamin“ von den Gruppen immer gebührend mit Applaus „gefeiert“.
 
Am Ende haben wir dann die ganzen Ergebnisse graphisch dargestellt. Sie sehen: Mit zunehmender Anzahl der Würfe pendeln sich die Wurf-Häufigkeiten allmählich bei den tatsächlichen Wahrscheinlichkeiten ein (Wir Mathematiker nennen das das „Gesetz der großen Zahlen“.).
 
Viel Spaß mit den Bildern wünscht Ihnen
Tobias P
 
P.S.: Wir können das Experiment natürlich auch mit Schweinchen durchführen – da wäre die Bestimmung der Wahrscheinlichkeiten noch interessanter, da das Spiel ja mit den Wahrscheinlichkeiten spielt… Sie sehen, ich gebe nicht auf xD. Nicht böse sein, ich weiß schon, dass Sie keine Schweinchen schicken können…!


Als Dank für die Fotos und die schöne Idee gab es dann doch noch Schweine. Allerdings nur zwei. Die aber RIESENGROSS: nämlich Verwandte von Dave und Daphne, unsere Riesenschweine.

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